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Pressemeldung der ÖDP-Regionalräte aus der Region Stuttgart

Pressemeldung vom 03.11.2020: Rohstoffgewinnung im Spannungsfeld zwischen Wohnqualität und Materialbedarf.

Guido Klamt

In der Region Stuttgart steht auch die Rohstoffgewinnung wie die Windkraft in einem Spannungsfeld zwischen dem Schutz der Anwohner vor hohen Belastungen und dem Bedarf der Wirtschaft an Ressourcen, so der ÖDP-Regionalrat Guido Klamt aus Gerlingen.

Einerseits wird in der Region viel Gestein, Kies und Sand für die Bauwirtschaft benötigt, andererseits rücken die Abbaugebiete mit jeder Erweiterung näher an die Wohnbebauung heran. Klamt: „Dementsprechend ist es schwierig, die richtige Abschätzungen für eine Entscheidung pro oder contra Erweiterung von Abbaugebieten zu treffen“. Im Prinzip liefe dies, so der ÖDP-Politiker, immer auf eine Einzelentscheidung hinaus. Allerdings teilt der ÖDP-Regionalrat nicht die Einschätzung der Verwaltung, dass ein Import der Baumaterialien von außerhalb der Region Stuttgart hohe CO2-Emissionen und Kosten verursachen würden. Diese Güter seien als Massengut prädestiniert für einen Transport per Schiff oder Zug, was die Emissionen und Kosten im Rahmen halte, so Klamt.

Während für zahlreiche Abbaugebiete eine reine Faktenbetrachtung zur Entscheidung ausreichen würde, sei der Steinbruch Rielingshausen bei Marbach ein Spezialfall. Aufgrund der Zusicherung des Abbauunternehmens bei der letzten Erweiterung, in Zukunft keine weitere Erschließung mehr zu beantragen, stehe dieser im Wort. Eine Zustimmung zu diesem Vorhaben kann sich der ÖDP-Regionalrat nicht vorstellen. Dies sei aber eine Entscheidung, die in den nächsten Monaten anstehe.